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An die Fotografen im Forum - welche Kamera und Objektive?

23. April 2017 um 21:31

Letzter Zeit bin ich mit der Astrofotografie fasziniert und würde mich gerne damit beschäftigen, natürlich als Hobby. Zur Zeit habe ich eine Sony RX100 und mein Handy und dank der Sony habe ich mich eingelesen, wie ich das M-Modus nutze. Ich bin der Meinung, dass ich von einer DSLR nicht überfordert wäre Leider habe ich keine Ahnung welche Kombination Kamera + Objektiv dafür gut geeignet ist, nur dass die Fotografie ein relativ teures Hobby ist. Deswegen gebe ich meinem Budget eine Obergrenze von 2000€. Es wäre nett, wenn die Ausrüstung auch für Porträts passend ist. Ich hoffe, dass die Fotografen hier im Forum sich auch mit Astrofotografie auskennen. Danke!

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24. April 2017 um 10:35

Hallo, was willst du denn neben Astrofotos noch fotografieren können? Portraits hast du noch genannt. Mit der richtigen Linse ist das kein Thema.

Ich würde dir (da du Sony schon kennst) z.b. die A6000 oder das nächsthöhere Modell A6300 empfehlen. Am besten kaufst du die Kamera mit zugehöriger Kitlinse und dazu dann eine lichtstarke Festbrennweite die den Weitwinkel abdeckt. Astrofotos machen sich halt am besten, wenn man noch irgendeinen Bezug drauf hat um die Größen abschätzen zu können.

Für die Astrofotografie würde ich dir das Samyang 12mm f2.0 empfehlen. Es ist allerdings komplett manuell. Aber das Fokussieren geht mit den spiegellosen Systemkameras spielend leicht, weil scharfe Kanten farbig hervorgehoben werden können und in Kombination mit der Fokuslupe kann man problemlos scharf stellen. Man arbeitet bei Astrofotgrafie ja eh mit einem Stativ. Wenn du die A6000 nimmst und das Samyang dazu kommst du bei unter 1000€ raus. Mit der A6300 wirds etwas mehr. Die ist halt besser verarbeitet und hat auch sonst einige Verbesserungen drin im Vgl. zur A6000.  Die Bildqualität unterscheidet sich aber nur geringfügig.

Für Portraits kann ich das SEL50f1.8 empfehlen. Wenn 50mm zu lang sind vllt eher ein 30mm oder 35mm Objektiv. Am besten ist immer man probiert erstmal mit der Kitlinse rum. Die deckt die Brennweiten ab und da kannste schonmal sehen wie lang manche brennweiten sind. 50mm z.b. (d.h. die längste "Zoomstufe" der Kitlinse) sind für innenaufnahmen bei Portraits schlecht geeignet. Da hat man mitunter nur den Kopf drauf. Außen ist es dagegen gut geeinget.

Nur zur Erklärung: DSLMs sind wie DSLRs auch Kameras mit Wechselobjektiv. Die Sensoren sind (zumindest wenn man Sony-DSLMs nimmt) genauso groß wie in DSLRs. Die Bildqualität ist also absolut gleichwertig. Der Unterschied ist der Sucher. In DSLR ist es ein optischer Sucher. D.h. man schaut durch ein Spiegelsystem durch die Linse und sie das Motiv immer direkt. Das Funktioniert ohne Strom. Bei DSLMs hat man im Sucher ein kleines Display drin. Es wird also immer ein elektronisches Bild angezeigt. Das hat den nachteil das immer Strom fließen muss, was die Akkuleistung senkt. Aber der elektronische Sucher hat den Vorteil, dass man genau sieht was die Einstellungen die man getätigt hat für Auswirkungen haben. Auch kann man z.b. das Bild sofort betrachten um zu schauen ob die belichtung passt. Bei einer DSLR müsste man die Kamera immer vom Auge wegnehmen un auf das Display schauen.

Am besten ist immer, man schaut sich solche Kameras mal im Mediamarkt oder Saturn an. Man muss ja auch zurechtkommen mit den Kameras.

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27. April 2017 um 21:57

Zunächst schließe ich der Meinung meines Vorposters, dass man sich DSLRs und DSLMs vor allem als Anfänger am Besten im Geschäft anschauen sollte, weil man damit auch zurechtkommen muss.

Aber ich habe mit den von ihm genannten Hersteller keine Erfahrungen, weil ich mit einer EOS 500D von Canon sowie weitgehend mit Sigma-Objektiven fotografiere. Für Astrobilder benütze ich das 18-35 mm f1.8 Art. 

Ich verwende einen APS-C-Sensor (und das Objektiv ist dafür optimiert), und der Brennweitenbereich entspricht mit Kleinbild (36 mm) 28,8-56 mm. Das bedeutet, dass du die Linse auch für Portraits verwenden kannst.

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30. April 2017 um 23:47
In Antwort auf bellanella1

Letzter Zeit bin ich mit der Astrofotografie fasziniert und würde mich gerne damit beschäftigen, natürlich als Hobby. Zur Zeit habe ich eine Sony RX100 und mein Handy und dank der Sony habe ich mich eingelesen, wie ich das M-Modus nutze. Ich bin der Meinung, dass ich von einer DSLR nicht überfordert wäre Leider habe ich keine Ahnung welche Kombination Kamera + Objektiv dafür gut geeignet ist, nur dass die Fotografie ein relativ teures Hobby ist. Deswegen gebe ich meinem Budget eine Obergrenze von 2000€. Es wäre nett, wenn die Ausrüstung auch für Porträts passend ist. Ich hoffe, dass die Fotografen hier im Forum sich auch mit Astrofotografie auskennen. Danke!

Danke für die Antworten!
@Dean: Außer Porträts werde ich wahrscheinlich noch Familienfotos machen und die Kamera auch auf Reisen mitnehmen. An andere Bereiche kann ich jetzt nicht denken J
Deine Sony-Vorschläge habe ich mir angesehen und hier Einiges gelesen: http://www.photografix-magazin.de/blog/2016/02/04/sony-a6300-a6000-neuerungen-unterschiede/ . Da der Preisunterschied nicht so klein ist, muss ich mir überlegen, ob die Unterschiede zwischen den Kameras relevant für mich sind. Hier die Unterschiede: A6300 hat einen besseren AF und einen besseren Sucher, man kann auch Videos mit höherer Qualität damit machen, das Gehäuse ist anscheinend robuster und die ist mit A-Mount-Objektiven kompatibel. Und du meinst, dass die der Unterschied bei der Bildqualität nicht so groß ist... Lohnt es sich deiner Meinung nach für die Zwecke, die ich oben erwähnt habe, die A6300 zu kaufen oder soll ich lieber mehr für Objektive ausgeben?
@wassermelone: danke für den Vorschlag. Deine Kamera ist eigentlich auch nicht so teuer. Ich muss mal wirklich zum Markt gehen und probieren, wie mir die DSLR-Kameras in der Hand liegen. Das Objektiv schaue ich mir auch an, ich habe positive Rezensionen gelesen. Welche Objektive nimmst auf Reisen mit?
 
 

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2. Mai 2017 um 7:20
In Antwort auf bellanella1

Danke für die Antworten!
@Dean: Außer Porträts werde ich wahrscheinlich noch Familienfotos machen und die Kamera auch auf Reisen mitnehmen. An andere Bereiche kann ich jetzt nicht denken J
Deine Sony-Vorschläge habe ich mir angesehen und hier Einiges gelesen: http://www.photografix-magazin.de/blog/2016/02/04/sony-a6300-a6000-neuerungen-unterschiede/ . Da der Preisunterschied nicht so klein ist, muss ich mir überlegen, ob die Unterschiede zwischen den Kameras relevant für mich sind. Hier die Unterschiede: A6300 hat einen besseren AF und einen besseren Sucher, man kann auch Videos mit höherer Qualität damit machen, das Gehäuse ist anscheinend robuster und die ist mit A-Mount-Objektiven kompatibel. Und du meinst, dass die der Unterschied bei der Bildqualität nicht so groß ist... Lohnt es sich deiner Meinung nach für die Zwecke, die ich oben erwähnt habe, die A6300 zu kaufen oder soll ich lieber mehr für Objektive ausgeben?
@wassermelone: danke für den Vorschlag. Deine Kamera ist eigentlich auch nicht so teuer. Ich muss mal wirklich zum Markt gehen und probieren, wie mir die DSLR-Kameras in der Hand liegen. Das Objektiv schaue ich mir auch an, ich habe positive Rezensionen gelesen. Welche Objektive nimmst auf Reisen mit?
 
 

Also für deine Zwecke wäre die A6000 ausreichend. Es ist auch nicht so, dass es nur das billigste ist was man sich leisten kann. Die Kamera ist mehr als ordentlich. Der Sensor kann mehr als jeder Canon-Sensor gleicher Größe. In den Nikons sind seit Jahren auch nur noch Sony-Sensoren verbaut.
Die Unterschiede in der Bildqualität muss man wirklich suchen. Es gibt welche und die schlagen vor allem bei höheren ISO-Werten zu Buche. Die A6300 kann man praktisch noch bei leicht höheren ISO-Stufen nutzen, während die BQ bei der A6000 zeitiger schlechter wird. Das ist aber auch immer eine Frage der persönlichen Schmerzgrenze. Ich würde grob schätzen, dass die A6000 bis ISO3200 gut nutzbar ist, wohingegen die 6300 auch bis ISO6400 gehen kann. In der Theorie können beide Kameras viel höher gehen, aber das ist wenig Praxisrelevant.

Bis dahin wirst du aber keine Unterschiede erkennen. Als Leihe schon gar nicht...

Was ich als Argument für die A6300 sehen:
- Besseres Gehäuse
- schnellerer AF (der aber an der A6k schon gut ist!)
- besserer Sucher
- umfangreice Videofunktionen mit Mikrofonanschluss
- verstärktes Bajonett
- viele Kleinigkeiten die im Menü verbessert wurden

Vermutlich bringt es dir mehr, wenn du die A6000 kaufst und den Mehrpreis in Objektive Investierst...

 

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3. Mai 2017 um 19:15

@ bellanella1: Das hängt von der Reise ab. Wenn ich nur für wenige Tage wegfahre oder es sich um Städtereise handelt, dann nehme ich meistens nur das 18-300 f3.5-6.3 Contemporary (ebenfalls von Sigma) mit. Wenn ich auch Astrobilder oder Innenaufnahmen machen möchte, auch das 18-35 mm f1.8.

In absehbarer Zeit möchte ich mir auch ein neues Tele zulegen, aber da bin ich noch am Überlegen. 

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6. Mai 2017 um 8:57

Also, ich war im Markt, ich habe mich da auch etwas beraten lassen und die Kameras in die Hand genommen. Mein erster Eindruck: die DSLM-Kameras liegen mir leider nicht so gut in der Hand. Die DLSR-Kameras sind schwerer, aber ich bin bereit da Kompromisse mit dem Gewicht zu machen. Sonst macht es ja nicht viel Sinn, wenn ich eine kaufe, die ich nicht bequem finde. 
@Dean: danke trotzdem für deine Hilfe, ich habe mich noch nicht entschieden und falls ich mich doch für die Sony entscheide, werde ich deine Tipps sicher beachten!
Es gab im Markt einen Canon Berater und ich habe ihm auch erzählt, für welche Zwecke ich die Kamera vor allem verwenden will und er hat auch was Interessantes vorgeschlagen: eine Vollformatkamera von - die EOS 6D. Soweit ich verstanden habe, bietet die Kamera bessere Qualität bei hohen ISO-Werten und mit den richtigen Objektiven kombiniert, kann ich da sehr gute Astrofotos machen. Wäre eurer Meinung nach diese Kamera sinnvoll oder soll ich doch in APS-C investieren und mehr in Objektive (die 6D kostet etwa 1400€ neu, dann bleibt nicht viel für Objektive). Vielleicht kann ich auch eine gebrauchte finden und meine alte RX100 noch für Reisefotos z.B. behalten. Welche Objektive wären dann für diese Kamera geeignet? 

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6. Mai 2017 um 9:30
In Antwort auf bellanella1

Also, ich war im Markt, ich habe mich da auch etwas beraten lassen und die Kameras in die Hand genommen. Mein erster Eindruck: die DSLM-Kameras liegen mir leider nicht so gut in der Hand. Die DLSR-Kameras sind schwerer, aber ich bin bereit da Kompromisse mit dem Gewicht zu machen. Sonst macht es ja nicht viel Sinn, wenn ich eine kaufe, die ich nicht bequem finde. 
@Dean: danke trotzdem für deine Hilfe, ich habe mich noch nicht entschieden und falls ich mich doch für die Sony entscheide, werde ich deine Tipps sicher beachten!
Es gab im Markt einen Canon Berater und ich habe ihm auch erzählt, für welche Zwecke ich die Kamera vor allem verwenden will und er hat auch was Interessantes vorgeschlagen: eine Vollformatkamera von - die EOS 6D. Soweit ich verstanden habe, bietet die Kamera bessere Qualität bei hohen ISO-Werten und mit den richtigen Objektiven kombiniert, kann ich da sehr gute Astrofotos machen. Wäre eurer Meinung nach diese Kamera sinnvoll oder soll ich doch in APS-C investieren und mehr in Objektive (die 6D kostet etwa 1400€ neu, dann bleibt nicht viel für Objektive). Vielleicht kann ich auch eine gebrauchte finden und meine alte RX100 noch für Reisefotos z.B. behalten. Welche Objektive wären dann für diese Kamera geeignet? 

Die kamera sollte schon gut in der Hand liegen. Wenn man sich nicht damit wohl fühlt nimmt man die Kamera nicht mit. Mir gehts eben genau andersrum wir dir. Ich schätze sehr das geringe Gewicht und dadurch ist die Kamera wirklich immer dabei. So entstehen Fotos die sonst in der Qualität nicht entstanden wären. Was hattest du für eine Kamera in der Hand?

Aber okay...mit einer DSLR kann man auch tolle Fotos machen.
Bei der 6d sollte man aber bedenken, dass das eine Vollformatkamera ist. Der größere Sensor braucht in den Objektiven mehr Glas um diese große Fläche auszuleuchten. Daher ist nicht nur die Kamera deutlich schwerer sondern auch jedes Objektiv ist zwangsweise schwerer und auch größer. Kompakt kann man so gar nicht mehr unterwegs sein.  Mal davon abgesehen wird es wenn man gutes Glas will auch richtig teuer. Aber gut das kann man auch bei APSC haben...

Die 6d ist halt alt...die Kamera ist aus 2012. Sie macht gute Fotos weil der Sensor so groß ist. Aber die Sensortechnologie ist ansich nicht der Burner, reicht aber für deine Zwecke sicher aus. Der AF ist flott auch in schlechten Bedingungen, jedoch hat man nur einen guten Fokuspunkt (Kreuzsensor) zur Verfügung. Wenn du über Vollformat nachdenkst, würde ich für deine Anwendung eher in Richtung Nikon gehen. Die Sensoren sind einfach besser. Da kannst du dir ja mal die D610 anschauen. Die D750 wäre vllt idealer aber halt preislich schon am Limit. Du brauchst ja noch eine Linse dazu.

Für Astrofotos z.b. Milchstraßentotale brauchst du was weitwinkliges aber auch was lichtstarkes. Und genau da hört der Spaß dann auf...
Für deine Anwendung würde ich dir z.b. das Tamron SP 15-30 mm 2,8 Di VC USD vorschlagen. Das gibts für Canon und Nikon und kostet knappe 1000€. Damit landest du mit den 1400€ der Vollformatkamera jenseits deines Budgets.
Alternativ zu dem Zoomobjektif eine noch lichstärkere und schärfere Festbrennweite: http://www.digitalkamera.de/Objektiv/Sigma/20_mm_14_DG_HSM_Art/126375.aspx

Schau dir mal die Seite von Stephan Wiesner an, bzw. hat der auch einen Youtube-Kanal. Der bringt die Fotografie ganz gut rüber. Es gibt sicher vor allem in der Astrofotografie noch bessere Leute, aber der Stephan ist ein ganz sympatischer Kerl der sich da immer selber reinfuckst und sein Wissen im Blog und den Videos weitergibt. 
https://www.stephanwiesner.de/blog/

Du brauchst für Astroaufnahmen vorzugsweise was lichtstarkes (d.h. F2.8 oder besser, d.h. kleinere Zahl). Ansonsten ist der Vollformatvorteil wieder weg. Und Lichtstark und Vollformat bedingen 3 Fakten: teuer, groß und schwer^^ 



 

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7. Mai 2017 um 18:14

Hut ab, du musst dich richtig gut auskennen, wenn du so ausführliche Erklärungen zusammen schreibst. Hut ab!

15-30 mm sind sicher ein passender Brennweitenbereich, aber ist ein f2.8 nicht zu lichtschwach für diesen Zweck?

Mit dem 20 mm f1.4 Art macht man sicher nichts falsch. Ich habe mich für das 18-35 mm f1.8 vorrangig deshalb entschieden, weil die Bildqualität gut mit Festbrennweiten mithalten kann und ich gleichzeitig auch mehr Spielraum habe.

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7. Mai 2017 um 22:37
In Antwort auf bellanella1

Letzter Zeit bin ich mit der Astrofotografie fasziniert und würde mich gerne damit beschäftigen, natürlich als Hobby. Zur Zeit habe ich eine Sony RX100 und mein Handy und dank der Sony habe ich mich eingelesen, wie ich das M-Modus nutze. Ich bin der Meinung, dass ich von einer DSLR nicht überfordert wäre Leider habe ich keine Ahnung welche Kombination Kamera + Objektiv dafür gut geeignet ist, nur dass die Fotografie ein relativ teures Hobby ist. Deswegen gebe ich meinem Budget eine Obergrenze von 2000€. Es wäre nett, wenn die Ausrüstung auch für Porträts passend ist. Ich hoffe, dass die Fotografen hier im Forum sich auch mit Astrofotografie auskennen. Danke!

Vielen lieben Dank auch für diesen ausführlichen Beitrag, Dean!
Das weiß ich nämlich, dass so ein System schwer wird, aber wie bereits gesagt, kann ich da eine Kompromiss machen, weil mir diese Kameras einfach besser in der Hand liegen. Und um ehrlich zu sein, je mehr ich jetzt über DSLR-Fotografie lese, desto spannender wird es für mich und ich kann mir vorstellen, dass es noch spannender wird, wenn die Kamera habe Wenn ich so eine Kamera kaufe, werde ich die alte sicher behalten, dann kann ich die auch immer auf Reisen mitnehmen. Ich habe übrigens im Makrt beides Nikon und Canon probiert, aber nur APS-C. Es gab keine ausgestellten Vollformatkameras. Ich habe aber z.B. Nikon D500 angefasst und man hat da gemeint, dass die Kamera so groß und schwer wie eine D750 ist. Die hat für mich gepasst.
Vielleicht kann ich schauen, ob ich eine gebrauchte finde, damit es mehr Geld für Objektive bleibt. Ich kann mir dann was Lichtstarkes leisten. Könntest du vielleicht auch Tipps geben, was man alles beachten soll, wenn man eine Kamera 2.Hand kauft?
Und danke für den Link auf den Blog! Ich bin gerade auf der Suche nach solchen Kanälen und Literatur, weil die Infos besonders auf Youtube z.B. sehr gut und verständlich präsentiert werden. Wenn du noch welche Empfehlungen hast, was ich mir noch ansehen kann, bitte verlinken!
@wassermelone: Das 18-35mm ist ein interessantes Objektiv auf jeden Fall, ich habe sehr gute Beispielbilder gefunden (Architektur vor allem, aber auch Porträts) und die Tests/Kommentare waren sehr positiv.
Was das 20mm betrifft, mir gefällt es, dass es so lichtstark ist. Meine bisherige Kamera hat 28mm und ich glaube und ich stelle mir vor, dass das 20mm gut passen wird.
 
 
 

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8. Mai 2017 um 7:52

Das 18-35f1.8 von Sigma ist sicher eine klasse Linse aber nur für APSC nutzbar. Der ausgeleuchtete Bildkreis reicht nicht aus um den Vollformatsensor auszuleuchten. Das Objektiv fällt bei Vollformat also leider aus. Es gibt auch nichts was direkt vergleichbar wäre. Dieses Objektiv ist ja an APSC schon groß und schwer.  Bei Vollformat wäre es ungleich schwerer. Bei dem Objektiv muss man halt noch den Cropfaktor berücksichtigen. Das hat vor allem für die Astrofotografie einen wesentlichen Einfluss. Durch den Cropfaktor verlängert sich ja scheinbar die Brennweite, daher muss man die scheinbar längere Brennweite durch eine kürzere Belichtungszeit korrigieren damit die Sterne punktförmig bleiben.
Schaut euch dazu mal den Link hier an, vor allem achtet auf die Formel für tmax.
https://www.travelography.de/2016/04/03/astrofotografie-einstellungen-iso-belichtungszeit/
Je länger man belichten kann, desto besser.

Die aktuelle Sigma-Art-Serie ist was Bildqualität und Verarbeitung anbelangt große klasse. Die Linsen gibts auch immer für Canon und Nikon.
Im Weitwinkel ist jedes mm Brennweite sehr viel mehr Bildwinkel. Der Unterschied von 28mm zu 20mm ist schon gewaltig.

Was die 2.8er Blende für Astroaufnahmen anbelangt:
Es kommt auf die Kamera an Erfahrungsgemäß kann man in der ISO bei Vollformat 1-2 Blendenstufen weiter rauf gehen.  Achtung jetzt wirds kurz theoretisch
Eine Blendenstufe entspricht einer Verdopplung der einfallenden Lichtmenge. Dazu kannst du ja gerne den Artikel bei Wiki mal durchlesen. Der Unterschied von Blende 1.8 auf 2.8 entspricht 1/1/3 Blendenstufen. Eine Blendenstufe entspricht einer Verdopplung der ISO, d.h. z.B.: von 800 auf 1600 oder von 3200 auf 6400. Wenn das Objektiv 1/1/3 Blendenstufen lichtschwächer ist, muss diese Differenz iwi ausgeglichen werden um den Sensor gleich zu belichten. Da bei Astroaufnahmen die Zeit als Parameter eigentlich wegfällt, weil man idealerweise so lang belichtet wie es geht, muss die Kamera das mit der ISO ausgleichen. Im Fall Vollformat kann eine Nikon oder Sony sowas locker wegstecken.

Nur mal als kleines theoretisches Beispiel:
Nehmen wir an man hat die D610 mit dem 20mm Sigma 1.4 drauf. Wir machen ein Astrofoto mit den Einstellungen 1/20s, ISO 800, Blende 1.4.
Nun ersetzen wir dieses Sigma durch das oben genannte Tamron 1530f2.8 und wollen das Foto wiederholen. Die Brennweite lassen wir bei 1/20s, weil die Sterne ja keine Striche werden sollen. Die Blende geht "nur noch" ab 2.8. Von 1.4 zu 2.8 sind es exakt 2 Blendenstufen, d.h. die ISO muss um 2 Stufen rauf und dann sind wir von ISO800 auf ISO3200 gesprungen. An einer Kompaktkamera wäre das tödlich für die Bildqualität (Stichwort Rauschen), an einer APSC-Kamera (wie der oben angesprochenen A6300) grade noch okay und an Vollformat eigentlich kein Problem.

Damit will ich sagen, dass 2.8er Blende zwar etwas schlechter ist, aber an Vollformat für den Einsatz schon funktionieren würde. Man hat eben den Vorteil der Flexibilität der Brennweite.
Das angesprochene 20mm von Sigma ist halt deutlich lichtstärker. Da könnte man sogar noch mit der Zeit runtergehen. Dafür hat man eben nur 20mm zur Verfügung und keine 15mm. Durch die kürzere Brennweite kann man wiederum länger Belichten (tmax) und kürzt so den Vorsprung wieder etwas ein...

Es gibt noch andere Objektive außer dem oben genannten 20mm von Sigma. Hab grad noch mal geschaut und da wurde vor paar Wochen ein 14mm f1.8 vorgestellt. Aber wann das verfügbar wird und was es kosten wird ist noch nicht klar....wird aber sicher deutlich jenseits der 1000€ landen

Ich hab mir selber noch keine Kamera aus 2. hand gekauft, aber es ist eine gute Möglichkeit um günstig an noch brauchbare Modelle zu kommen. Am besten kommt man da immer wenn man die Zeit abpasst wenn grad ein Modell durch den nachfolger ersetzt wird.
Bei DSLRs sind der mechanische Verschluss und der Spiegel die Baugruppen die am ehesten ausfallen. Daher sollte man im Vorfeld immer abklären, wieviele Auslösungen die Kamera schon hat. Es gibt Tools wie man sowas auslesen kann. Wo man für sich die Grenze zieht muss man selber entscheiden. Aktuelle Profikameras werden beworben mit einer max. ANzahl an Auslösungen die der mech. Verschluss ab kann. Die Zahlen schwanken je nach Modell und Hersteller zwischen 200000 und 500000 Auslöungen. Die Kameras für dein Normalanwender sind also definitiv darunter anzusiedeln. Ich persönlich würde eine gebrauchte Kamera nicht kaufen wenn diese mehr als 25000 Auslöungen hat. Die ganze Sache ist eben immer auch vom Preis abhängig.





 

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8. Mai 2017 um 23:35

Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen!

Ja, ich weiß schon, dass das 18-35 mm f1.8 Art für APS-C-Kameras gedacht ist, aber das Thema Vollformat ist ja nicht gleich konkret geworden... und ich bin kurz durcheinander gekommen.

Aber wenn sich die Threadstarterin tatsächlich für die EOS 6D entscheiden sollte, würde ich ihr zum 20 mm f1.4 Art raten. Bzw. in absehbarer Zeit wird auch das 14 mm f1.8 Art auf dem Markt kommen. 

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14. Mai 2017 um 19:31

Ich muss mich auch für die ausführliche Erklärung bedanken! 
Eine letzte Frage vielleicht, was mir jetzt noch eingefallen ist: wenn ich so viel für Kamera+Objektive ausegebe, dann sollte ja alles passen, inkl. Service usw. Wie sind in diesem Zusammenhang die Hersteller, über die wir hier diskutiert haben? Es gibt ja noch Updates noch und solche Aspekte, die ich vielleicht auch beachten sollte?

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15. Mai 2017 um 7:41

Also spontan fallen mir da keine Probleme ein. Erstmal hat man ja eh Garantie bei Neukauf.
Für alte Modelle gibt es i.d.R. keine Updates mehr. Sigma gibt immer mal FW-Updates für seine Objektive raus. Aber i.d.R. betrifft das dann eher neue Kameras oder das Wechselspiel mit Adaptern (was hier nicht interessant ist).

Ich würde mir also keine Sorgen über schlechten Service machen. Vorkommen kann das prinzipiell bei jedem Hersteller, weil dort auch immer nur Menschen arbeiten. Die Regel ist das bei keinem...

Ich selber kenne nur den Sony-Service über den man ja viel schlechtes lesen kann. Allerdings hab ich absolut keinen Grund zur Beanstandung. Berichte über Serviceleistungen die man in Foren etc lesen kann, muss man immer mit Vorsicht geniesen.

 

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16. Mai 2017 um 22:28

Also Sigma bringt regelmäßig neue Updates.

Die Objektive aus der Art-, der Contemporary- und der Sports-Serie sind mit dem USB-Dock kompatibel und das macht die Aktualisierungen einfacher.

Die älteren Linsen kann man ans Kundenservice nach Rödermark schicken.

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21. Mai 2017 um 19:47

Danke für eure Antworten Das ist ja nicht das Entscheidende, aber trotzdem wollte ich wissen, auf was ich aufpassen soll. Wenn ich beide neu kaufe, sollte es dann mit der Garantie passen. Vielen Dank nochmals für eure Beiträge, ihr habt beide geholfen und ich kann mich jetzt leichter entscheiden. Wenn ich nicht vergesse, berichte ich später, wie es mir mit dem neuen System geht. Wahrscheinlich kommen noch mehr fragen, nachdem ich die Kamera und das Objektiv schon habe ))

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21. Mai 2017 um 19:50

Ja gern geschehen...wenn du Fragen hast nur raus damit Kannst mir auch Pn schreiben wenn es dir öffentlich zu peinlich sein sollte :-P 

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29. Mai 2017 um 21:04
In Antwort auf dean123456

Ja gern geschehen...wenn du Fragen hast nur raus damit Kannst mir auch Pn schreiben wenn es dir öffentlich zu peinlich sein sollte :-P 

Danke! Hoffentlich kenne ich mich in Zukunft besser aus und kann wenigstens die richtigen Fragen stellen Kein Meister ist ja vom Himmel gefallen, aber etwas mehr einlesen muss ich mich schon und ich muss natürlich auch viele Fotos machen

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